PLUTO - Automatisierte Analyse von Test-Einreicherdateien

Ausgangslage

Das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) sowie sein Vorgänger, das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG), regeln seit 1998 die gesetzliche Entschädigung von Kunden bei Feststellung eines Entschädigungsfalls. Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben haben der Prüfungsverband deutscher Banken e.V. (PV) und die für den privaten Bankenbereich verantwortliche (gesetzliche) Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, Berlin (EdB), Vorgaben für die der EdB zugeordneten Institute erstellt, um eine gesetzeskonforme Einlegerentschädigung sicherzustellen.

Sämtliche für diese Aufgabe relevanten Informationen sind von den Instituten in Form der sogenannten Einreicherdatei jederzeit der EdB bereitzustellen.

Gedeckte Einlage - Bedeutung und Verwendungszweck

Die den Kunden unter den speziellen gesetzlichen Vorgaben zustehenden Entschädigungsansprü­che, die gedeckten Einlagen gem. § 2 Abs. 5 EinSiG, werden in Deutschland im privaten - und im Übrigen auch genossenschaftlichen - Bankenbereich ausschließlich durch Erstellung der Einreicherdatei ermittelt. Im Laufe der Jahre haben die gedeckten Einlagen - neben ihrer Verwendung als zu entschädigendem Betrag eines Kunden im Entschädigungsfall - als Kriterium für verschiedene Berechnungen auch in anderen Bereichen erheblich an Bedeutung gewonnen.

Sie sind u. a. die wesentliche Grundlage für die Beitragserhebung der EdB und des europäischen Bankenabwicklungsmechanismus. Weiterhin sind die gedeckten Einlagen relevant für die Bestimmung der Liquiditätskennzahlen im Rahmen des bankaufsichtsrechtlichen Meldewesens. Zur Feststellung der Zielausstattung des Einlagensicherungssystems haben die Institute gemäß § 17 Abs. 4 EinSiG i.V.m.

§ 6 Abs. 4 Entschädigungseinrichtungs-Finanzierungsverordnung der EdB die Höhe der gedeckten Einlagen per 31.12. mitzuteilen. Zudem ist die EdB gemäß Artikel 16 Abs. 1 der delegierten Verordnung EU 2015/63 verpflichtet, der Abwicklungsbehörde bis spätestens 31.01. jedes Jahres den durchschnittlichen - auf Quartalsbasis ermittelten - Betrag der gedeckten Einlagen der ihr zugeordneten Institute zu melden, damit die Abwicklungsbehörde die jährliche Zielausstattung des Abwicklungsfinanzierungsmechanismus und den jährlichen Grundbeitrag je Institut festlegen kann ("Bankenabgabe").

Bei Mitwirkung an der freiwilligen Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. (BdB) wird die gedeckte Einlage auch zur Umlageerhebung des Einlagensicherungsfonds herangezogen. Für diese Zwecke haben PV und EdB weitere Vorgaben erstellt, nach welcher Institute - basierend auf den Daten der Einreicherdatei - quartärliche Meldungen in Form einer Meldedatei vorzunehmen haben.

Unser Angebot

Der PV möchte seine Mitglieder hinsichtlich der korrekten Erstellung der Einreicherdatei unterstützen. Hierzu hat der PV seine Beteiligungsgesellschaft, die GDB Gesellschaft für Datensicherheit und IT-Beratung mbH (GDB), beauftragt, eine diesbezügliche Dienstleistung zu entwickeln und anzubieten. Die GDB war von Beginn an maßgeblich bei der Entwicklung und Einführung der Spezifikationen zur Generierung von Einreicher- und Meldedatei beteiligt.

Die automatisierte Analyse erfolgt ausschließlich auf Basis pseudonymisierter Einreicherdateien. Hierzu stellt die GDB das Programm PED kostenlos zur Verfügung.

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Kontakt

GDB-Gesellschaft für
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